Fantasiereisen helfen beim Einschlafen

FANTASIEREISEN HELFEN BEIM EINSCHLAFEN

Entspannen

“Beim Einschlafen ist entscheidend, sich zu entspannen und die Alltagsprobleme zu vergessen”, sagte Hans-Günter Weeß vom interdisziplinären Schlafzentrum im pfälzischen Klingenmünster. “Entpflichtung” nennt der Schlafexperte das.

“Wer ins Bett geht, um zu schlafen, bleibt wach”, erklärte Weeß, der Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin ist. Am besten sei es, nicht bewusst schlafen zu wollen. Dabei könne es helfen, das Gehirn zu überlisten. “Mit Fantasiereisen kann man das Gehirn auf entspannte Art beschäftigen und von quälenden Gedanken ablenken.”

Wer sich intensiv an schöne Erlebnisse erinnere und diese noch einmal durchlebe, schlafe meist besser ein.

Weeß rät, sich grundsätzlich vor dem Schlafengehen noch ein bisschen Zeit für sich nehmen. Vom langen Fernsehen direkt ins Bett zu wechseln, ist keine gute Idee. “Schlaf vor dem Fernseher ist außerdem für das anschließende Zubettgehen der Einschlafkiller Nummer eins.” Gedämpfte Beleuchtung oder Kerzenlicht könne hingegen beruhigend wirken. Hilfreich sei oft außerdem eine altbewährte Methode: ein entspannendes Buch.

“Man sollte im Schlafzimmer auf eine angenehme Atmosphäre achten”. Wichtig sei, dass der Raum gut abgedunkelt wird. “Ein Schreibtisch oder Arbeitsplatz hat dort nichts verloren.” Papierkram sollte in anderen Zimmern aufbewahrt werden. Auch die Farbe von Tapeten und Bettzeug kann von Bedeutung sein: “Rot wirkt stimulierend, blau eher beruhigend”, erklärte Weeß. Auch bei Sport am Abend sei Vorsicht geboten: “Der Körper braucht nach sportlichen Aktivitäten ein bis zwei Stunden, um sich wieder zu entspannen“.

Wer trotz allem einmal nicht schlafen könne, sollte sich nicht zu lang im Bett wälzen. “Besser ist es, noch einmal aufzustehen, umherzugehen und sich bewusst zu entspannen”, sagte Weeß. Von Arbeit oder dem Fernseher sollte man aber auch dann besser die Finger lassen.

Anzeige
kooperation
Bewusst Leben ist eine Kooperation der Firmen Raumausstattung JUP,
Tischlerei RAU, Elektro-LIST und Personaltrainer Patrick Schulze
und wird durch die Europäische Union gefördert.